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DAV-Versicherungsschutz


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6 Antworten in diesem Thema

#1 Jörg Fillep

Jörg Fillep

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Geschrieben 06 Dezember 2007 - 17:34

DAV-Versicherungsschutz (DAV Reise-, Sport- und Freizeitschutz)

Wer es nochnicht gemerkt haben sollte: die zusätzlichen Versicherungen für DAV-Mitglieder wurden zu einem "DAV Reise-, Sport- und Freizeitschutz" verschmolzen. Mit "Verbesserungen im Zusatzschutz" wird der Beitrag zur Reform des DAV-Versicherungsschutzes vom 05.07.2007 überschrieben. Das mag vielleicht für die einen die den Grund- oder Mindestschutz genommen haben zutreffend sein. Diejenigen aber, die den DAV-Superschutz abgeschlossen hatten müssen nun gravierende Leistungskürzungen hinnehmen. Ich habe mir mal die Arbeit gemacht und die Leistungskürzungen laut alten und neuen Versicherungsbedingungen (beim ehem. DAV-Superschutz) herausgeschrieben.

- maximale Versicherungsdauer: 31 Tage (bisher unbegrenzt bei Reisen, Auslandskrankenversicherung: bisher 45 Tage)
- Heilbehandlungen teilweise stark begrenzt (Zahnbehandlung max. 250,- EUR, bisher: unbegrenzt)
- Selbstbeteiligung bei Auslandskrankenversicherung 50,- EUR (bisher: keine)
- Erstattung der Heilbehandlung max. 45 Tage (bisher: max. 90 Tage)
- Versicherungssumme Gepäckversicherung: 1500,- EUR (bisher: 2500,- EUR)
- Starke zusätzliche Einschränkung bei Hörgeräten, Zahnspangen und Prothesen sowie Mobiltelefonen samt Zubehör: bis max. 250,- EUR (bisher: bis max. 2500,- EUR Versicherungssumme Gepäck)
- Leistung bei Invalidität: 30.000,- EUR (bisher: 50.000,- EUR)
- Skibruchversicheurung max. 300,- (bisher: bis max 2500,- EUR bei Gepäckversicherung) - jetzt in Ergänzung mit Sportgeräteversicherung annehmbare Alternative
- Wegfall der Rechtsschutzversicherung

Als besonderes Highlight wird der neue Sportgeräte-Schutzbrief inkl. Diebstahl- und Skibruch-Versicherung genannt. Allerdings mit 300,- EUR nicht gerade üppig ausgestattet - sozusagen ein Tropfen auf den heißen Stein, wer die Preise von Sportgeräten kennt, weiß was ich meine. Die Skibruch-Versicherung gabs übrigens auch schon zuvor, also nix Highlight - sogar zu wesentlich besseren Bedingungen: bis zu 2500,- EUR (gestaffelt nach Alter der Ski).

Wie seht Ihr das?

Für mich stehen diese Leistungskürzungen in keinem Verhältnis zur Reduzierung des Jahresbeitrages um 5,- EUR (bezogen auf den ehem. DAV-Superschutz) und vorallem kein vernünftiger Versicherungsschutz mehr. Am beschämensten ist allerdings, daß auf mein Schreiben an die DAV Hauptverwaltung überhaupt keine Reaktion kam.

Schade

#2 Lampi

Lampi

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Geschrieben 09 Februar 2011 - 00:02

Ich bin im Flyer auf (mindestens) eine schwammige Ausnahme gestoßen:

Kein Versicherungsschutz besteht bei: ... Schäden, welche die versicherte Person vorsätzlich oder durch grob fahrlässiges Verhalten, insbesondere durch Außerachtlassen grundlegender, allgemein anerkannter Regeln des Bergsteigens herbeiführt

Ich denke insbesondere an Hochtouren, bei denen lange Strecken ohne Sicherung zurückzulegen sind, um nicht zu biwakieren (und dadurch wieder anderen Gefahren ausgesetzt zu sein). Hier kann sich der ASS relativ einfach vor einer Zahlung der Rettung drücken. Gibt es da eigentlich schon Fälle und entsprechende "Muster- Urteile"? Vielen Dank schon mal, Gruß Rainer

Bearbeitet von Lampi, 09 Februar 2011 - 00:02.

Liebe Grüße von Lamл[tm] - Nur echt mit dem Pi
Alle schwäbischen DAV-Communi-sten melden sich unter comm-schwaben+subscribe@googlegroups.com bei der Mailingliste an
und treffen sich monatlich im "Kickers Klubrestaurant"
Lamπ[tm] auf Tour - neue Touren eingetragen am 16.11.2013
Disc Laimer

#3 Kletterhexe

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Geschrieben 15 Februar 2011 - 17:57

Sehr komplexe Ausgangsfrage. Hängt letztlich von der individuellen Frage ab, ob man die Versicherung genau für die Fälle geschlossen hat, wo jetzt Kürzungen erfolgt sind ... und davon, ob nicht andere Versicherungen bestehen, die diese Fälle abdecken , und sei es evtl. eine Haftpflichtversicherung eines anderen ... Hier steht übrigens alles zur aktuellen Fassung: http://www.alpenvere...p?tplpage_id=93 @lampi: Der Ausschluss von schuldhaft herbeigeführten Versicherungsfällen ist nichts ungewöhnliches. Das entspricht einer grundlegenden Regelung für alle Arten von Versicherungsverträgen. Und da nur vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten (also nicht "einfache" Fahrlässigkeit) zum Ausschluss führen ist es dem ASS kaum "relativ einfach", sich vor Zahlung "zu drücken". Eine unaufmerksame Nachlässigkeit reicht da nicht. Hast natürlich insofern recht, als das immer eine Bewertungsfrage ist und man daher wenn man Mist gebaut hat nicht genau weiß, ob ein Ausschluss gegeben ist oder nicht. Wenn Dich Einzelheiten interessieren google mal zu "grobe Fahrlässigkeit", da findet sich vielleicht auch was aus dem Bereich Bergsport.
Die Natur
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Johann Wolfgang von Goethe

#4 Joengit

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Geschrieben 14 Mai 2011 - 17:52

Ein allgemeiner Trend, leider.Versicherungsbedingungen ändern, die Verklausulierung aufpimpen und den eigentlichen Inhalt, die Verschlechterung der Bedingungen, kaschieren.

#5 Van

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Geschrieben 14 Februar 2012 - 18:57

Hallo,

ich habe auch eine Frage zum Versicherungsschutz.
Ich bin jetzt seit letztem Jahr Mitglied im DAV. Ich studiere Sport und muss im Rahmen des Studiums noch ein Vereinspraktikum machen. Das Praktikum soll 50 Stunden stark sein. Im Endeffekt braucht man nur einen Verein der einem den Zettel unterschreibt.

Nun habe ich auch einen Verein in Hersbruck gefunden bei dem ich das Praktikum in Form von Durchführung und teilweises Leiten von mehrstündigen Mountainbiketouren ableisten kann. Ich selbst bin nicht Mitglied in dem Verein.
Soweit kein Problem, nur der Abteilungsleiter bei dem ich das Praktikum machen werde meinte, dass das einzige was ich bräuchte eine Versicherung wäre.

Jetzt stellt sich mir die Frage ob der Versicherungsschutz des DAV so etwas beinhaltet. Habe keine Zusatzversicherungen beim DAV abgeschossen bin also einfach nur normales Mitglied. Das ganze System mit der Versicherung habe ich auch noch nicht wirklich überblickt.
Ist jetzt auch unabhängig davon dass da ne Gruppe dabei ist, weil das ja als Praktikum läuft, ich also nicht die alleinige Verantwortung hätte.

Nun wäre es super ob mir jemand von euch weiterhelfen könnte.

Kurzum:

Bin ich bei Mountainbiketouren in Deutschland, außerhalb der Alpen, über den "Standard" Versicherungsschutz des DAV versichert?

Vielen Dank!

gruß

#6 erftwalk

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Geschrieben 14 Februar 2012 - 19:24

Hallo Van,um welche Art von Versicherung geht es dir? Vermutlich um eine Haftpflichtversicherung, oder? Da bist du beim DAV sowieso an der falschen Adresse.Ich bin selbst Übungsleiter und Trainer bei verschiedenen Vereinen. Ich bin bei keinem dieser Verein Mitglied. Das ist auch nicht erforderlich, denn wenn du für einen Verein, ob mit oder ohne Honorar sei dahingestellt, arbeitest, bist du versichert.Wenn du Zweifel hast, wende dich an den Landessportbund Bayern. Die können dir besser und vor allem verbindlicher Auskunft geben, als jemand hier im Forum.GrußKlaus
Oft muss man erst den falschen Weg gehen,um den richtigen zu finden.

#7 Van

Van

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Geschrieben 14 Februar 2012 - 20:19

Hey,vielen Dank für die schnelle Antwort!Es handelt sich wohl um eine Unfallversicherung, und die kann ich wie ich erfahren habe auch mit einem Beitrag vom 1€ an dem Termin der Ausfahrt einzeln abschließen, also hat ich das Thema eigentlich erledigt.Trotzdem vielen Dank!Viele Grüße!