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Zittergeschichten vom Berg


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21 Antworten in diesem Thema

#1 barbar

barbar

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Geschrieben 13 November 2015 - 16:00

Liebe Bergis

ich bin die grüntnerin und plausche mit barbar. Aber jetzt zu euch, leider kam keine REsonanz auf das Thema Schwindel und Zittern am Berg. Habt ihr keine Geschichten da zu ? Seid ihr alle soo sicher immer und überall? Gibts da nix zu lachen bei euch? Also ich fand mich kürzlich in den Urner Alpen auf bröklicgem Kalk senkrecht mit der Frage meines Testamentes wieder. Glücklicherweise konnte ich abklettern und die Stelle einfacher umgehen. Barbar meint voll die Niederlage, abgekakkt voll..  :P  Sicher wundert ihr euch auch bei der nächsten Geschichte, die sich in einem niedergelegenen Waldstück ereignete, warum ich überhaupt dem Bergsport fröne. Doch zuerst ihr, dann kommt die Abend-Gewitter-Matschhanggeschichte mit bSeileinlage. Oder Barbars Vorführeffekt bei der Bauch-Pickelbremse im steilsten Schneehang...(die Grüntnerin meint, nicht Bauch noch Pickel aber die Hosen voll .....schnee)-

Bitte schreibt was ihr erlebt :ph34r:

Habt die Ehre

 

:ph34r:



#2 jennerweinjunior

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Geschrieben 15 November 2015 - 19:45

Gut, fang ich mal hier an:

Mulmig wurde mir einmal richtig am (nicht lachen) Gipfelanstieg der Kampenwand, als auf der versicherten Stelle unterhalb des Gipfelkreuzes das Stahlseil plötzlich recht schlaff in meiner Hand lag und die vor mir gehende Frau mit eingehaktem Klettersteigset(!) eine Panikattacke bekam.Nur mit längerem gut zureden konnte sie zum weitergehen animiert werden. Die Wandverankerung war an zwei Stellen herausgerissen, dadurch war der Nutzen des Seiles hinfällig. Oben stehende Bundeswehrsoldaten haben diese Frau dann mit nach unten genommen.

 

Gruß, jwj


Gruß, Holger


#3 Grüntnerin

Grüntnerin

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Geschrieben 05 December 2015 - 14:05

Und nun eine zittergeschichte der anderen art, vom letzten Wochenende bei MTB Tour. Los ging´s vom Ortsausgang Werningerroode bei Nieselregen, aber einige Höhenmeter später (derselben 900) bester gefrorener Schnee so dass das Getrete durch den Wald erhitzte. Abwärts jedoch liessen wind und minusgrade zitteren und zum Eisblock gefrieren... mal wieder nur die olle C und A Jacke und dann fror auch noch Barbars Bremse ein, grins.Schöne Tour im ernst.



#4 cimanera

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Geschrieben 05 December 2015 - 17:33

​Man kriegt auch Bremsfallschirme.

 

Ich bekomme manchmal Angst in den Bergen. Aber auch im Nachhinein kann ich selten über die Situationen schmunzeln.

 

Und ich hab eigentlich schon einen rabenschwarzen Humor.



#5 Grüntnerin

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Geschrieben 10 December 2015 - 16:36

Danke für diesen ehrlichen Beitrag. Und zu recht können die Riesen einen manchmal das Fürchten lehren  :)



#6 hm08

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Geschrieben 17 December 2015 - 09:50

.


Bearbeitet von hm08, 07 January 2016 - 07:16.

Ein Abend vor dem Fernseher hinterlässt keine Spuren im Leben (Alexander Huber)

#7 barbar

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Geschrieben 25 December 2015 - 10:05

​Man kriegt auch Bremsfallschirme.

 

Ich bekomme manchmal Angst in den Bergen. Aber auch im Nachhinein kann ich selten über die Situationen schmunzeln.

 

Und ich hab eigentlich schon einen rabenschwarzen Humor.

Du hast schon recht wenns ängstlich wird wirds brenzlig und dann... Ich empfehle und wünsche dir einen Partner der Sicherheit verbreitet und aus dem schwarzen Humor einen weissen macht. Übrigens gelegentlich halte ich mich soooo fest das der Berg zerbricht. Setze meine Beine so brutal in den Steilhang das ganze Schnee, Geröll, Grashanglawinen ins Tal donnern. Warum, weil ich nicht abstürzen will.  



#8 Grüntnerin

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Geschrieben 24 March 2017 - 11:36

Hach ja, herrlich, märz tourenbeginn bei schönstem wetter und molle schnee,nasse wurzeln unter schmelzeisschicht, fädriges, glattes wintergras, gut dieses mal die Stecken mitgenommen zu haben lieber barbar, da zeigt sich dass ich (im gegensatz zu dir winteraktiven profi) hauptsächlich den asphalt und das Fahrradpedal getreten habe, schön wars .... geht euch das auch so liebe communitysteiger erstmal einlaufen nötig vor der ersten echten tour, raus kommen aus dem schneckenhaus und tasten ? Für die erste echte tour dann pizzo molinera gewählt, sehr zu empfehlen so früh im jahr



#9 barbar

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Geschrieben 08 April 2017 - 11:24

Hallo Gruentnerin, wartes nur ab am Pizzo de cugn werden deine Fuesse qualmen du weist ja 2500 hm rauf und runter aber im galopp. Diese Zeitangabe 5  Std kann nur falsch sein fuer mich zumindest. Herzlichen Gruss.



#10 Grüntnerin

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Geschrieben 11 August 2017 - 13:49

Ha Ha Ha, Zipperlein, zitterlein, fühl mich klein ... kann bei einer scharfen Gratbegehung schon mal vorkommen



#11 Harzer

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Geschrieben 20 August 2017 - 16:29

Ich hab hinterher gezittert nach einen Abflug im Vorstieg mit einem Block in den Händen.



#12 barbar

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Geschrieben 21 August 2017 - 15:00

Hallo, wars kalk oder Granit... auf jeden Fall ein schei......Block. Bist hoffentlich gesund geblieben. Salve



#13 Harzer

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Geschrieben 21 August 2017 - 18:33

War Granit und hatte angst um meinen Sicherungspartner .Bei dem ist der Block 1m neben ihm aufgeschlagen Puh :unsure: 



#14 Lampi

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    Gibz doch gar nicht.

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Geschrieben 22 August 2017 - 08:41

Und Du? Wie tief ging es abwärz? Und wie viele Rostgurken sind dabei rausgekommen? Oder lag ein anständiger Keil (resp. Friend / Slider / Rurp :-) )?


Exklusiv Klettern mit Stuttgarts kleinster Sektion, kein Lärm, kein Anstehen, familiäres Umfeld: https://www.facebook...68076829957093/

Lamπ%5Btm%5D auf Tour - neue Touren eingetragen am 31.01.2015

Liebe Grüße von Lamл[tm] - Nur echt mit dem Pi

Disc Laimer


#15 Harzer

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Geschrieben 22 August 2017 - 17:19

Waren etwa 6m in einen ring.



#16 barbar

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Geschrieben 01 September 2017 - 19:27

Hallo, hier ist mal wieder die Gruentnerin ... jetzt zittere ich erst recht, nach dem bergsturz am cengalo, da es doch fast vis a vis zum ferre gehen soll und der laesst einen angesichts der ausgeaperten gurgelnden gletscherraender eh erschaudern :ph34r:  ...



#17 Grüntnerin

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Geschrieben 03 September 2017 - 16:34

Oh mann oh mann, hab ich hin und wieder mal das zittern weil i a feehl bin ? Kaum einer der Herren die sich da mal outen ??!?... die Frauen schreiben schon mal eh gar nix ... 



#18 mirle

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Geschrieben 05 September 2017 - 12:47

Ihr Lieben,

warum bin ich nicht früher auf dieses Forum gestoßen??! :D

 

Mein Zitter-Moment?
 

Heiterwandumrundung, nach 10 Stunden noch keine Hütte in Sicht, quer zum Hang laufend, das Gebein irgendeines Tieres unten am Geröllhang liegen sehen...und das Gewitter im Nacken.

 

Nach 12 Stunden, Frust, zu wenig Wasser und echt mieser Planung ("noch einmal um die Kurve, dann sind wir da!") endlich auf der Heiterwandhütte angekommen....hatte ich die von Murenabgängen zerstörten Wege erwähnt und damit verbundenes Hangklettern?

 

.....was für eine Tour...!

 

 



#19 Grüntnerin

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Geschrieben 05 September 2017 - 20:22

Liebe Mirle,

prima, da hat doch auf mal eine Bergsteigerin den Stift gezückt mit einem wunderbaren, eindrücklichen Bericht, fein dass ihr gut ankamt und das Schiwasser oder was auch immer war bestimmt das beste ever



#20 barbar

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Geschrieben 24 September 2017 - 12:41

Hallo, und da schreibe ich nun wie bei Bergpartnerrettung versprochen mal so eine Situation. Vor etwas mehr als dreissig Jahren aeusserte mein Kletterfreund, er ist Commikzeichner, den Wunsch auch mal im richtigen Gebirge eine Route zu klettern. In diversen Klettergaerten hatte der oefter mal locker den 8 . Grad im Vorstieg drauf. Wir entschlossen uns fuer den Gimpel westgrat. Ausgangspunkt Tannheimertal zur Judenscharte und dann rechts rauf. Ich stieg die erste Seillaenge vor mit einfachseil 60 Meter machte Stand Chris kam nach etwas blass. Ich sollte weiter Vorsteigen,  zweite Seillaenge bis Stand, es dauerte etwas laenger bis er da war. Wir besprachen ob weiter, also weiter es wuerde schon noch besser bei Ihm. Ich baute den naechsten Stand irgendwo . Vielleicht weil ich eine Ahnung bekam, bewusst war mirs damals nicht mit dieser Entscheidung, ob der Chris nicht doch zusammenklappt. Ich sicherte Ihn nach kaum war er da, er sah Hunde elend aus versagten seine Beine komplett. Ja da stand ich nun mit Chris zu meinen Fuessen liegend. Handys gabs damals noch nicht also erklaerte ich Chris ich wuerde Ihn schritt fuer schritt mit mir ablassen und abklettern. Ich traute Ihm nicht mehr, noch nicht mal sich am  Stand weiter unten wieder richtig sich selbst zu sichern. Das kostete mich die ersten Schlingen und nerven. Meine ueberlegung wenn ich abseile am Doppelstrang koennte der ja dennoch am anderen Seilende abstuerzen und irgendwie war mir der Gedanke des synchron am Seil haengen schon immer zuwieder. Und Chris allein abseilen lassen war irgendwie keine Option fuer mich in diesem Moment. Ich schaffte es runter zu unserem zweiten Stand mit Chris und mir in einem Abseilachter. Die Stimmung und Chris Gesicht waren etwas heller geworden, er traute sich nun wieder zu stehen. So zogen wir uns aus der Affaehre mehrmals Abseilpunkte bauen und runter, immer mit dem miesen Gefuehl selbstgebauter Abseilpunkte oder zweifelhafter Haken,  die letzten zwanzig dreissig Meter wollte der Chris dann wieder selbst alles in die Hand nehmen wir kamen unten heil an und waren um einiges an Sicherungsgeraet aermer. Was solls..Mein Nervenkostuem war allerdings Wochenlang etwas laediert.    Gruss an alle.