Zum Inhalt wechseln


Foto

Ausbildung "Trainer Bergsteigen C" - Theoretische und Praktische Vorbereitung

Fachübungsleiter Instruktor Tourenführer Lernen Vorbereitung DAV-HAndbuch Alpinlehrplan

  • Bitte melde dich an um zu Antworten
8 Antworten in diesem Thema

#1 KRZ

KRZ

    Frischling

  • Mitglied
  • PIP
  • 5 Beiträge
  • m/w:männlich
  • Wohnort:Kreuzlingen

Geschrieben 31 May 2017 - 14:41

Hallo zusammen

 

Ich mache dieses Jahr eine Ausbildung zum "Trainer Bergsteigen C" und würde mich im Rahmen der Vorbereitung gerne mit Geleichgesinnten austauschen.

Ob Theorie oder Praxis, Üben kann man nie genug :)

 

Wer hat den 2017 ähnliche Pläne und hat Lust auf Touren, Trainings oder Austausch?

 

Gruss

Chris



#2 Alex P

Alex P

    Grünschnabel

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 15 Beiträge

Geschrieben 27 June 2017 - 21:23

Hallo Chris,

 

meine Erfahrung mit Trainer C in Kürze:

 

  • habe selbst so gut wie nichts dazu gelernt
  • es gab aber Leute, für denen der halbe Kurs neu war und trotzdem bestanden haben
  • die Voraussetzungen aus dem Aufgabenkatalog wurden grösstenteils nochmal geübt
  • die Gruppen sind ziemlich inhomogen, von "Achterknoten nicht einbinden können" bis "Walkerpfeiler-Begeher" ist alles dabei. Es wird versucht, die Gruppen nach Erfahrung zu sortieren.
  • die Touren sollten problemlos von jedem Aspiranten zu schaffen sein, wenn man Probleme damit hat ist das schon ein großes Fragezeichen ob man tatsächlich geeignet ist

"Ob Theorie oder Praxis, Üben kann man nie genug" Da bin ich etwas anderer Meinung. Man merkt ziemlich schnell, ob die nötige Erfahrung da ist, oder man sich diese noch schnell vor dem Kurs angeeignet hat. Fürs "Üben", wenn man es braucht, ist es vor dem Kurs zu spät.

 

Für mich waren beide Teile des Trainer C (und insbesondere der zweite Teil, "Eis") vergeudete Zeit, die ich viel lieber in anderen Touren investiert hätte. Für den Trainer B sieht es dann ganz anders aus.

 

Bei Fragen, fragen :)

 

Beste Grüße,

 

Alex


Bearbeitet von Alex P, 27 June 2017 - 21:23.


#3 allahopp

allahopp

    Powerposter

  • Mitglied
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 205 Beiträge
  • m/w:männlich
  • Wohnort:In de Nord-Pallz

Geschrieben 28 June 2017 - 04:26

Männers, sach ich doch ;) ..

"Bergführer" wird man entweder aus sich selbst heraus und dem Umfeld(Gebirge) in dem man zu Hause ist.. aber "erlernt" es nicht, schon mal gleich gar nicht mit "Scheinengedöhns" :rolleyes: 

Geht's gefällig mit mir in die Wand!

Auf der Oberreintal Hütte kann ich immer wieder mal nen Kurs beobachten..mei, da hängen die Exen so schön sauber sortiert am neuen Mammut Gurt..und der 24 jährige "Ausbilder" unterweist in so begeisterungsvoller, monotoner Stimme, seine "Zöglinge"..die schön motiviert im Halbkreis um ihn stehen.. :blush: 



#4 KRZ

KRZ

    Frischling

  • Mitglied
  • PIP
  • 5 Beiträge
  • m/w:männlich
  • Wohnort:Kreuzlingen

Geschrieben 28 June 2017 - 12:00

FÜR MITLESER: OFF TOPIC

 

Hallo Alex,

Hallo "Allahopp"

 

dank mal für eure Antwort.

 

Ich verstehe was ihr prinzipiell meint und habe auch schon Erfahrungen in diese Richtung gemacht.

 

@Alex: Das mit der Erfahrung stimmt natürlich nur teilweise, denn gerade die unüblichen Sachen wie Spaltensturz, Flaschenzug oder Erste-Hilfe sind Dinge in denen hoffentlich keiner von uns viele Einträge im Tourenbuch hat oder jemals haben wird. Und wenn, dann auch nicht das komplette Spektrum.

 

 

 

@allahopp: Ich glaube die wenigsten werden dazu gedrängt sich mit Ausbildungen weiterzuentwickeln und auch ich mach das freiwillig. Ich nehme das Angebot gerne an mit dir auf Tour zu gehen, doch ich bezweifle, dass ich dabei mit dir analysiere wie aus gletscherkundlicher Sicht ein Gletscher betreten werden sollte, was Eisschrauben nach EN-Norm halten müssen und warum sich die Äquidistanz in Tabacco-Karten unterscheidet.

 

Kurzum, ich verstehe worüber ihr euch auftregt, aber der Zweck meiner Anfrage ist berechtigt, denn keiner (auch ihr nicht) wird die Aufgaben im Fragen Katalog zu 100% richtig beantworten können.

 

Ich will niemanden nötigen sein Können regelmässig zu überdenken, aber will jedem die Idee geben das zu tun. (Habe ich schon 30 Jahre so gemacht... der Bandschlingenknoten etc.)

 

Darum betone ich nochmals MEIN Motto: "Üben kann man nie genug" :) 

 

Danke und Gruss

Chris

 



#5 allahopp

allahopp

    Powerposter

  • Mitglied
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 205 Beiträge
  • m/w:männlich
  • Wohnort:In de Nord-Pallz

Geschrieben 28 June 2017 - 14:06

:) hast schoh recht..

jeder hat das Recht über sein wie, wo und warum im Berg selbst zu bestimmen.

 

Nur zum Thema "Zitat: Üben kann man nie genug", bin ich nicht bei Dir. Für mich zählt immer das "Jetzt" -Momentum im Berg. Ich "übe" nicht eine Tour, auch nicht für eine "schwerere Tour". Ich bin nirgendwo mehr im "Jetzt", als beim Alpinklettern (vrrsgstzt es geht nicht zu wie im Hühnerstall in der und neben und nach der Tour), aber das ist nur meine persönlich Motivation.

 

Meld Dich, wenn`s zwickt. Lg TomausdePallz



#6 Alex P

Alex P

    Grünschnabel

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 15 Beiträge

Geschrieben 29 June 2017 - 09:45

Hallo Chris,

schön, dass Du antwortest.

Natürlich wieder off-topic:

Ich glaube, wir haben hier einen Fall von mangelhafter Kommunikation. Übers Internet ist es ziemlich schwer, seine Ansichten darzustellen, sowie beim Gegenüber eine klare Vorstellung der eigenen Meinung zu erörtern. Es wird halt ziemlich leicht zwischen den Zeilen gelesen, oder es werden Aussagen falsch interpretiert, das liegt natürlich an der rein schriftlichen Kommunikation. Wenn der Verfasser, so wie ich, sich nicht halbwegs gescheit ausdrücken kann, dann macht es das Ganze auch nicht leichter.

Die Ansichten übers Bergsteigen sind so vielfältig wie die Anzahl an Bergsteigern. Viele trauen sich nur nach Kursen in den Bergen, andere gehen ohne jegliche Ahnung dort hin, und wiederum andere sind Autodidakten, die sich selbst das Wissen aneignen. Ich selbst gehöre zur letzten Gruppe. Die meisten Bergsteiger sind erwachsen und können selbst entscheiden, mit welchem Wissen sie in den Bergen unterwegs sind. Bei mir ist es so, dass ich mir alles was ich unter den Krallen bekomme auch lese, von Ausbildungsliteratur über Erfahrungs- und Unfallberichte bis zu Plattformen für Gespräche und Schriftverkehr. Die praktischen Sachen wurden alle trocken geübt und werden auch laufend immer mal wieder erfrischt. Trotzdem gehört zum Bergsteigen eine Riesenportion Erfahrung dazu. Die Theorie und die Übungen lassen sich nicht durch Erfahrung kompensieren, sowie auch andersrum.

Um jetzt langsam zum Thema zurück zu kommen:

Bei mir gab und gibt es keine Aufregung zu den Kurs Trainer C. Was ich oben geschrieben habe ist einfach meine Meinung dazu: an den 19 Kurstagen hätte ich lieber eigene Sachen gemacht und wäre dann direkt zum Trainer B gegangen, da ich nichts Neues (oder sagen wir mal minimal und relativ unwichtiges Neues) gelernt habe. Als Beispiel: die Theorieprüfung habe ich ohne jegliches Lernen mit sehr gut geschafft.



Ich glaube, Du hast ein verzerrtes Bild von den Kursen zum Tourenführer. Die Sachen die du angesprochen hast habe ich tatsächlich auf meinen Touren angewendet und, das ist das Wichtige, unter praktischen Bedingungen. Richtige Spaltenstürze gehalten (und nicht einfach am Windkolk abgelassen wie im Kurs), einen offenen Bruch behandelt (im Kurs wird es natürlich nur theoretisch angesprochen) sowie Flaschenzüge aufgebaut im Fels und Eis (Flaschenzug kommt im Kurs gar nicht vor, es wird nur die Lose Rolle angewendet). Im Kurs wird das persönliche Können nur geprüft, und es wird dabei zugeschaut ob man das gut kann oder sich bei jedem Handgriff unsicher ist. Der Schwerpunkt in den Kursen ist das Führen und nicht das persönliche Können, das wird vorausgesetzt. "Das komplette Spektrum" kannst Du schon gleich mal vergessen, dafür sind die Kurse nicht ausgelegt. In den zwei Monaten bis zum Kurs sich noch schnell Erfahrung zulegen wollen, das ist wie um 18:00 am 24.12 noch schnell Geschenke einkaufen...

Um es kurzgefasst zu formulieren: Üben ist als Basis schön und gut, die Erfahrung wird dann aber viel wichtiger.

Ich hoffe, dass Dir die Kurse gefallen und Du die erfolgreich bestehst. Ich wünsche Dir auch, dass das Führen von Teilnehmern Dir mindestens so viel Spass macht wie mir. Du wirst sehen, nach einer langer, herausfordernden Tour mit den Teilnehmern, wenn alle erschöpft sind aber doch froh, gibt es nichtes besseres wenn Dir gedankt wird für die schöne Tour. Die intensiven Verbindungen zwischen den Menschen beim Bergsteigen sind schon was Schönes.

Beste Grüße und viel Erfolg,

Alex

#7 Lampi

Lampi

    Gibz doch gar nicht.

  • Mitglied
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3542 Beiträge
  • m/w:männlich
  • Wohnort:Stuttgart
  • Homepage:http://touren.lampatzer.de

Geschrieben 30 June 2017 - 07:35

Bei mir gab und gibt es keine Aufregung zu den Kurs Trainer C. Was ich oben geschrieben habe ist einfach meine Meinung dazu: an den 19 Kurstagen hätte ich lieber eigene Sachen gemacht und wäre dann direkt zum Trainer B gegangen, da ich nichts Neues (oder sagen wir mal minimal und relativ unwichtiges Neues) gelernt habe. Als Beispiel: die Theorieprüfung habe ich ohne jegliches Lernen mit sehr gut geschafft.

 

Leider wurde der Vorschlag, nach Bestehen einer harten Eingangsprüfung direkt zur Ausbildung Trainer B angenommen zu werden, (meines Wissens ohne Begründung) abgelehnt. :-( So muss nun jeder vom Grundlehrgang angefangen alles durch-X-en. Mit dem Ergebnis, dass die besten Aspiranten fernbleiben. Vielleicht ändert das Ausbildungsreferat ja mal seine Meinung.


Exklusiv Klettern mit Stuttgarts kleinster Sektion, kein Lärm, kein Anstehen, familiäres Umfeld: https://www.facebook...68076829957093/

Lamπ%5Btm%5D auf Tour - neue Touren eingetragen am 31.01.2015

Liebe Grüße von Lamл[tm] - Nur echt mit dem Pi

Disc Laimer


#8 jennerweinjunior

jennerweinjunior

    Powerposter

  • Mitglied
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 441 Beiträge
  • m/w:keine Angabe

Geschrieben 30 June 2017 - 09:30

Sehs doch mal so, was nützt das beste Wissen & Können, wenn man nicht mit den Zielpersonen umgehen kann? Dies kommt doch erst nach einer gewissen Praxiszeit mit entsprechenden Rückmeldungen ans Tageslicht und nicht während ein paar Tage Aus- & Fortbildung. Auch harmoniert nicht jeder mit jedem! Da wäre eine sofortige Weiterbildung unnötig Geld verbrannt, was ja leider immer noch oft genug geschieht, wenn sich der Betreffnde im Nachhinein zum Ausbilden und Führen doch als ungeeignet erweist!


Bearbeitet von jennerweinjunior, 30 June 2017 - 09:31.

Gruß, Holger


#9 KRZ

KRZ

    Frischling

  • Mitglied
  • PIP
  • 5 Beiträge
  • m/w:männlich
  • Wohnort:Kreuzlingen

Geschrieben 30 June 2017 - 10:02

@Admin: Bitte diesen Beitrag schliessen, denn ich denke hier will jeder nur sein eigenes Thema bespreche, aber nicht meines...

 

Danke.







Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: Fachübungsleiter, Instruktor, Tourenführer, Lernen, Vorbereitung, DAV-HAndbuch, Alpinlehrplan