Liebe Mitglieder der DAV-Community,

im Online-Bereich haben sich die Kommunikationskanäle und das Kommunikationsverhalten sehr vieler Nutzerinnen und Nutzer stark verändert. Diesen veränderten Bedingungen muss sich der DAV-Bundesverband auch aus Effizienzgründen anpassen. Eine adäquate Betreuung der DAV-Community, deren Administration über viele Jahre dankenswerterweise ehrenamtlich erfolgte, ist künftig nicht mehr zu gewährleisten.

Deshalb wurde die DAV-Community am 24. Mai 2018 in einem ersten Schritt auf „Lesemodus“ umgestellt. Ein Einloggen und Erstellen/Kommentieren von Einträgen ist nicht mehr möglich. Auch die Zuordnung der Mitglieder zu den von ihnen erstellten Inhalten ist nur mehr über den jeweiligen Nickname gegeben und nicht mehr anders verknüpft. In einem zweiten Schritt werden die zum 24. Mai 2018 „eingefrorenen“ Inhalte nach drei Monaten komplett gelöscht.

Aus dem Kreis engagierter Mitglieder wurden alternative Kommunikations-Kanäle geschaffen: eine Chat-Möglichkeit, eine geschlossene Facebook-Gruppe und eine neue Alpen-Community.de. Weitere Infos und die Zugänge hierzu finden sich auch unter Community-News.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern für ihr Interesse und bitten um Verständnis für dieses Vorgehen.

Zum Inhalt wechseln


Bergpartnerrettung


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
29 Antworten in diesem Thema

#21 _barbar_(Gast)

_barbar_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 01 September 2017 - 19:13

 

 

Hallo, unter gleichberechtigten Bergpartnern wird doch vorher besprochen was man macht.

 

 

Deswegen sag ich ja, der Partner sollte seinen Anteil an der Tourenplanung überdenken, wenn er eine Tour (mit-)plant, die ihn in eine Blockadesituation führt.

 

Wenn ich mich in einem Grenzbereich bewege, und jemand fängt an, mich zu manipulieren, Anweisungen zu geben, dann grenze ich mich extrem ab. In so einer Situation verlasse ich mich nur noch auf mich selber, da kann ich es nicht gebrauchen, dass irgendein verantwortungsloser und unfähiger selbsternannter "Tourenleiter" mich noch dümmlich anlabert, manipuliert und antreibt (hatte ich schon mehrfach!).

 

Was leistungssteigernde Mittel angeht:

- Wer Amphetamiderivate nimmt, um sich für die Arbeit, Schule und Studium "fitzumachen" ist in meinen Augen ein dummer und rückgratloser, feiger Trottel, der andere noch mitantreibt (einen gesunden Akkord kaputtmacht), dadurch dass er sich ungesund selber ausbeutet

- Wer Amphetaminderivate nimmt, um sich für die Freizeit "fitzumachen" hat in meinen Augen überhaupt keinen Rest Verstand

 

Im Vorbereitung der Tour :)  hat sich der spaeter dann Ueberforderte :(  selbst manipuliert, sind doch erwachsene. Nicht alles kann im Vorfeld vorausgesehen werden. Ein zitternder schwindelnder Bergpartner :o  laesst sich schwer manipulieren. In der Ueberforderungssituation sind die vegetativen Koerperreaktionen nur noch schwer zu kontrollieren. Tatsache ist das dem Handlungsfaehigen die Aufgabe zufaellt seinen Bergpartner zu sichern und hilft diesen wieder flott zu machen und in ungefaehrliches Gelaende zu bringen :rolleyes: . Sag doch einfach mal wie Du das machst machen wuerdest mit deinen Bergpartnern.



#22 _aleph1_(Gast)

_aleph1_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 01 September 2017 - 20:01

Wenn du davon redest den Partner zu sichern, dann meinst du hoffentlich mit Seil, und nicht durch Geschwätz?

 

Wenn mir ein Partner Angst kriegt, schon davor, dann erinnere ich ihn daran, sich bitte Zeit zu lassen, genau zu schauen, wie er optimal kombiniert und alle Tritte und Griffe zu beurteilen.

 

Meine Erfahrung ist, dass sich die Leute gegenseitig und selber zeitlich unter Druck setzen. Das ist in den Fällen wo keine objektive Gefahr von der Uhr droht, grundfalsch, und selbst in den Fällen wo objektiver Zeitdruck herrscht, ist immer noch zu prüfen, welche Gefahren überwiegen, und welchen Gefahren evtl. noch ausgewichen werden kann. Wenn man gerade ausgesetzt klettert, kann man den oft nicht ausweichen, insofern man im Abstieg ist.

 

Wenn man im Aufstieg ist, kann man noch umkehrern. Es ist wichtig zu beobachten, ob der Partner etwa dabei ist die Kontrolle zu verlieren. Also er aus unerfindlichen Gründen nicht in der Lage ist eine notwendige Abbruchentscheidung zu treffen. Aber ich glaube ich habe solche Leute nicht unter meinen Partnern und damit will ich auch nichts zu tun haben.

 

Den zweiten Punkt habe ich oben genannt: Ruhige Plattform aussuchen, Es-- und Trinkpause machen und die Muskeln ausruhen und mal durchatmen 5 - 20 Minuten.



#23 _OWStSp_(Gast)

_OWStSp_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 01 September 2017 - 23:49

Bei Berg und Steigen (ÖAV Zeitschrift)  gabs mal einen interessanten Artikel über die Gruppendynamik bei Überforderung, die regelmäßig Ursache für tödliche Abläufe ist. Struktur: der andere denkt ich schaffe das und sagt darum nichts  weil ich mich nicht äußere. In der Gruppe : die anderen sagen auch nichts, wahrscheinlich bin ich der einzige mit Schwierigkeiten. Wenn alle nichts sagen denkt der Leiter, dass er mit seiner Einschätzung richtig  liegt - - > fataler Ausgang. 

 

Ich habe schon einfachste Touren geführt (im Winter durch die Partnachklamm und dann den breit gestampften Wrg zum Eckbauer hoch) , wo Neulinge in Panik gerieten. Da hilft nur: direkte Ansage, sehr deutlich, was wir jetzt machen, notfalls mit Anschreien: engmaschig zwischen zwei ruhige Personen nehmen und weitergehen. 

 

Was die Notfallration angeht: Ich bin kein Extremtourengeher, aber ich könnte mir folgende Notfallapotheke vorstellen:

 

Ein wenig Pervitin, falls ich mich mal in eine Situation manövriere, wo es nur einen Ausweg alles auf eine Karte gibt. Sicher nicht in den Bayerischen Voralpen. 

Einige Benzos, falls ich mal in die Gletscherspalte falle, mich keiner hört und ich ruhig und entspannt einschlafen will. 

Genügend xx SPAM t12 xx  falls ich irgendwo runterfalle und schmerzfrei sterben muss. 

 

ciao 

Herbert 



#24 _OWStSp_(Gast)

_OWStSp_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 01 September 2017 - 23:52

also dieses xxx spam xxx war T r a m a d o l oder sonst so ein Opiod. 



#25 _aleph1_(Gast)

_aleph1_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 02 September 2017 - 01:00

Das Bergundsteigen Gruppendynamik muss ich mir mal durchlesen.

 

Ich verstehe nicht wozu man Gewaltmarschpulver will für eine Notsituation. Du bist dann nicht mehr Herr deiner Sinne, du läßt dich auf eine starke Droge ein, deren Wirkung du (hoffentlich) nicht kennst, deren Dosierung du nicht kennst. Wenn es um alles geht, dann Durchziehen. Dass man mit Crystal irgendwelche Reserven aktiviert ist doch ein Verkaufsargument des Herstellers/Dealers. Mehr würde ich nicht da rein legen.

 

Von Benzos wirst du matschig und benommen. Du weißt nicht mehr wo du bist, und was du machen wolltest. Nichts was man in einer Gletscherspalte brauchen kann, das man sich nachts aufrichtet, nach den Pantoffeln stochert und aufsteht und zur Toilette schlurfen will, oder rumkrabbelt und den Lichtschalter sucht.

 

Mit Tramal kannst du dich nicht oder fast nicht Umbringen durch oralen Konsum. Davon tust du nur Kotzen wie ein Reiher. Und damit geht er hin der letzte Müsliriegel und der letzte halbe Liter Apfelschorle, und du sitzt bald da mit Kater.

 

Also deine pharmazeutischen Strategien solltest du evtl. teilweise nochmal professionell überarbeiten lassen.


Bearbeitet von aleph1, 02 September 2017 - 01:30.


#26 _barbar_(Gast)

_barbar_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 03 September 2017 - 07:37

Wenn du davon redest den Partner zu sichern, dann meinst du hoffentlich mit Seil, und nicht durch Geschwätz?

 

Wenn mir ein Partner Angst kriegt, schon davor, dann erinnere ich ihn daran, sich bitte Zeit zu lassen, genau zu schauen, wie er optimal kombiniert und alle Tritte und Griffe zu beurteilen.

 

Meine Erfahrung ist, dass sich die Leute gegenseitig und selber zeitlich unter Druck setzen. Das ist in den Fällen wo keine objektive Gefahr von der Uhr droht, grundfalsch, und selbst in den Fällen wo objektiver Zeitdruck herrscht, ist immer noch zu prüfen, welche Gefahren überwiegen, und welchen Gefahren evtl. noch ausgewichen werden kann. Wenn man gerade ausgesetzt klettert, kann man den oft nicht ausweichen, insofern man im Abstieg ist.

 

Wenn man im Aufstieg ist, kann man noch umkehrern. Es ist wichtig zu beobachten, ob der Partner etwa dabei ist die Kontrolle zu verlieren. Also er aus unerfindlichen Gründen nicht in der Lage ist eine notwendige Abbruchentscheidung zu treffen. Aber ich glaube ich habe solche Leute nicht unter meinen Partnern und damit will ich auch nichts zu tun haben.

 

Den zweiten Punkt habe ich oben genannt: Ruhige Plattform aussuchen, Es-- und Trinkpause machen und die Muskeln ausruhen und mal durchatmen 5 - 20 Minuten.

Hallo, ja sichern mit mit Seil fixpunkt usw.  



#27 _Grüntnerin_(Gast)

_Grüntnerin_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 03 September 2017 - 16:16

Whow, Glückwunsch wie cool ihr euch mit oder ohne Pillen und Pulver durch präkäre Situationen bugsiert ... ich kann da nur sagen IN DER NOT TUT SEIL GUT und natürlich auch gute Anweisungen und Worte ...  Danke lieber Barbar für die Aktion auf m ...., du weisst schon ;)  ... darüber hinaus , JAAA Tourenplanung gewiss gewissenhaft durchführen, aber auch dann kann man schiss vorder eigenen Courage bekommen und das sogar vorher schon in Erwägung gezogen haben  :blink:  



#28 _Harzer_(Gast)

_Harzer_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 03 September 2017 - 16:42

Selbst mit bester Tourenplanung kommt mal was anders und als Mann Denkt.Sollte die Tour lieber Abbrechen bevor der Partner zusammenbricht nennt Mann auch Reden miteinander jeder hat mal einen Schlechten Tag. -_- 



#29 _barbar_(Gast)

_barbar_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 26 September 2017 - 14:21

Selbst mit bester Tourenplanung kommt mal was anders und als Mann Denkt.Sollte die Tour lieber Abbrechen bevor der Partner zusammenbricht nennt Mann auch Reden miteinander jeder hat mal einen Schlechten Tag. -_-

Salve, die reden aber oft nicht. So beobachtet, Frau Mann zwei Kinder.. Frau Hoffnungslos ueberfordert. Mann stinkig. Die Kinder eigentlich fit aber voller Sorge um die Mutter. Stimmung wechselt zwischen panik und leiden. Das alles im reinsten Absturzgelaende. Aufloesung die Mutter hatte Angst um Ihre Kinder. Deshalb unsicher .... Ich nahm die Kinder ans Seil da wurd es besser. Der Mann wurde stinkiger... Ich empfahl nach dem Absturzgelaende fuer die Frau den Abstieg. Der Ehemann" die Bewegung wuerd Ihr nicht schaden". Spaeter ich war im Abstieg vom Gipfel, sah ich Sie nochmal im Aufstieg zum Pass....Meine Frage wohin so spaet. Ueber den Pass.. Ok. Sagte den Kindern Ihr koennt es der Frau Sie schaffen das ....Gewalt kann man ja wohl nicht anwenden . Herzliche Gruesse



#30 _Harzer_(Gast)

_Harzer_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 26 September 2017 - 16:08

Leider gibt es immmer Beratungsresistente da Hilft halt nur die Keule.