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Haftung Boulderunfall


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6 Antworten in diesem Thema

#1 _MarFried37_(Gast)

_MarFried37_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 27 September 2017 - 11:36

Hei zusammen,
 

ich hoffe, ich bin hier im richtigen Bereich gelandet zum Thema Haftung bei Boulderunfällen.

Speziell geht es mir um die Haftung bei Unfällen die durch die Halle zu verantworten sind (meiner Meinung nach).

 

Kurze Zusammenfassung des Unfalls:

 

Person A bouldert in ihrer Schwierigkeit, springt kontrolliert auf 3/4 der Wandhöhe ab und bricht sich bei der Landung den linken Fuß.

Bei der Nachbetrachtung der Matte wird festgestellt, dass sich eine Lücke zwischen zwei Matten befindet.

Person A ist mit dem linken Fuß genau auf die Kante der einen Matte gelandet und dadurch umgeknickt.

 

 

Haftet die Halle für eventuelle Nachschäden am Fuß? Eigenverschuldung?

In der Hallenordnung ist nichts zu finden, was mir dazu weiter hilft.

 

 

Hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen.



#2 _batte_(Gast)

_batte_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 27 September 2017 - 12:55

Sind die Matten so beschaffen, dass sie bei jeder Berührung sofort verrutschen? Sind sie so eingepasst, dass sie am Rand nirgendwo anliegen und in Position gehalten werden? Die Matten sollten so ausgelegt sein, dass sie ihren Zweck erfüllen. Da muß der Betreiber für sorgen. Aber ist der Halle zuzumuten, dass sie vor Ort eine raumgroße spaltfreie Matte bauen läßt, oder dass alle 5 Min. ein Kontrollgang vom Personal erfolgt, wo die Matten zurechtgerückt werden?

 

Der Nutzer ist selber gefragt, sorgfältig abzuspringen. Wenn jemand ungesehen auf einen Spalt zwischen den Matten abspringt, dann har er wohl einen Fehler gemacht. Wenn da ein Spalt ist, dann wäre es angebracht, wenn der Kletterer die Matten vorab eben zusammenschiebt, oder neben den Spalt springt. Es ist auch angemessen, wenn ein Kletterer nach Absprung mit Verrutschen der Matte die Matten wieder zusammenrückt. Damit die Sicherungseinrichtung auch für Nachfkommende den Zweck erfüllt.



#3 _barbar_(Gast)

_barbar_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 27 September 2017 - 15:18

Hallo, kann der die Boulderer denn nicht selbst darauf achten ob die Matte am richtigen Platz liegt bevor es in die Hoehe geht. Demnaechst verantwortet immer irgend ein anderer das was wir selbst verantworten sollten. Hoffentlich kommt man nie darum herum vorher zu schauen und zu ueberlegen was man macht. Auf einem Spielplatz guckt man doch auch nach Glas Hundescheisse, Katzenscheisse, usw. Tschuess



#4 _Alpenfan70_(Gast)

_Alpenfan70_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 27 September 2017 - 15:49

Hallo "Marfried37"!

Hilf dir doch mal selbst.

 

Soweit ich das bisher verstanden habe ist "Bouldern" relativ bodennah (bis ?3m überm Boden?) - oder?

 

Somit sollte sich die Verletzungsgefahr bei ?"...springt kontrolliert auf 3/4 der Wandhöhe ab..." doch stark in Grenzen halten - oder?

 

Ein versierter Hallenbetreiber wird die Eigenverantwortlichkeit - beim doch wohl ungesicherten Bouldern - sicher in der Hausordnung dargelegt haben, besser vom Nutzer bzw. dessen Erziehungsberechtigten etc. bestätigen lassen.

 

mfg

"Alpenfan70"

 

..."...in der Nachbetrachtung..."

ist ggf. durchaus in Betracht zu ziehen, beim Bouldern ist ein aktives Abspringen nicht vorgesehen, beim versagen der Haftung (physikalisch) wird ein Fall (aus geringer Höhe) häufiger zu beobachten sein. Darauf sollten die Matten ausgelegt sein.

Bei einem (aktiven) Absprung ?erstmal vertikal von der Wand weg? ist es recht wahrscheinlich, das sich die betroffene Matte entsprechend bewegt und dadurch ein Spalt entsteht...

sollte ein solcher Spalt vor dem ?Einstieg? in "die Wand" schon beobachtet worden sein, währe es - Haftungs r e c h t l i c h  betrachtet - wohl Sache des "Entdeckers" vor einer Nutzung den "Mangel" abstellen zu lassen bei Unterlassung u. U. auch mit haftungsrechtlichen Folgen für diesen gegenüber anderen Nutzern.

 

Nein, das ist keine juristische Beratung, nur der Versuch den einen oder anderen Gedanken aus den vorhergehenden Beiträgen ?zu verdeutlichen?

 

einen hammer noch:

"...haftet die Halle..."

kaum, bei der "Halle" dürfte es sich um eine "Sache" handeln (vorausgesetzt Geltungsbereich BGB/Staats-/Hoheitsgebiet der BRD)

 

und etzad no die "Duden-Polizei"

Was ist wohl "Eigenverschuldung" hört sich nach einer ?Ferkelei? aus dem Finanzbereich an,

sowas wie die kürzlich in "den Medien" angekündigte "Fusionierung" zweier Unternehmen?


Bearbeitet von Alpenfan70, 27 September 2017 - 16:13.


#5 _allahopp_(Gast)

_allahopp_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 27 September 2017 - 18:19

Ich beantrage die Löschung der posts vom barbar und alpenfan aus Gerechtigkeitsgründen! Hab dasselbe geschrieben, nur mit direkteren Worten und wurde mit Tipp-ex entfernt :angry2: 

 

Regel Nr1 beim Klettern: Wer Plastik angreift, ist selber Schuld!!!



#6 _Klugscheisser_(Gast)

_Klugscheisser_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 27 September 2017 - 18:31

GENAU! UND IN INDIEN GIBT ES KEINE BOULDERMATTEN; SONDERN NAGELBRETTER!!! :P :P :P

::: UND WER BEITRÄGE VON ALLAHOPP ENTFERNT, HAT WOHLÜBER DIE JAHRE NIX DAZUGELERNT!!! B)


Bearbeitet von Klugscheisser, 27 September 2017 - 18:37.


#7 _Frank Steiner_(Gast)

_Frank Steiner_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 29 September 2017 - 23:24

Der Gutachter bei Gericht wuerde in etwa die Fragen stellen wie "batte". Sind die Matten so angebracht, dass der Spalt regelmaessig entsteht, obwohl er durch einfache Massnahmen verhindert werden koennte (Matten sind z.B. ein bisschen zu klein, oder nicht ordentlich eingefasst, oder rutschen zu leicht auf dem Untergrund), dann wuerde er vermutlich zu dem Schluss kommen, dass der Hallenbetreiber den Spalt billigend oder fahrlaessig in Kauf genommen hat => koennte haftbar gemacht werden. Denn beim Boldern muss man damit rechnen, dass jemand aus 3-4 Metern abspringt, und da sollte er sicher landen koennen (natuerlich kann man auch auch mitten auf einer Matte umknicken, das ist dann wieder Eigenverschulden).

 

Sollte es aber so sein, dass die Matten ordnungsgemaess angebracht sind, dann kann er zu dem Schluss kommen, dass sich auch bei aller Bemuehung des Betreibers nun mal nicht verhindern laesst, dass bei 2 Matten immer mal ein Spalt entstehen kann. Da der Betreiber aber ordnungsgemaess versucht hat, das Risiko soweit zu minimieren, wie es in seiner Macht steht (und es nicht immer zumutbar, eine durchgaengige Matte beliebiger Groesse anfertigen zu lassen), dann war's unvermeidbar und der Boulderer hat Pech gehabt.

Es ist schon so, dass jeder auf eigene Verantwortung klettert. Genau, wie man immer auf eigene Verantwortung in den Bergen unterwegs ist. Aber es gibt Ausnahmen, u.a. fuer bauliche Anlagen. Ist z.B. eine Bruecke ueber den Bach nicht nach dem Stand der Technik montiert und bricht zusammen, haftet z.B. die Gemeinde. Brichst Du Dir hingegen 5 Meter nach der Bruecke das Bein, weil Du auf dem Weg stolpert => selbst schuld

In der Halle genauso. Bricht ein Griff aus der Wand => Hallenbetreiber haftet. Rutschst Du von ihm ab und knallst 5 Meter runter => eigene Schuld.

 

Bleibt also bei der Frage: Waren die Matten nach dem allgemein anerkannten Stand der Technik (und das kann dann im Zweifel nur der Gutachter interpretieren, was das fuer das Auslegen von Matten nun bedeuten soll...) angebracht? Dann war der Spalt unvermeidbar und Pech.