Liebe Mitglieder der DAV-Community,

im Online-Bereich haben sich die Kommunikationskanäle und das Kommunikationsverhalten sehr vieler Nutzerinnen und Nutzer stark verändert. Diesen veränderten Bedingungen muss sich der DAV-Bundesverband auch aus Effizienzgründen anpassen. Eine adäquate Betreuung der DAV-Community, deren Administration über viele Jahre dankenswerterweise ehrenamtlich erfolgte, ist künftig nicht mehr zu gewährleisten.

Deshalb wurde die DAV-Community am 24. Mai 2018 in einem ersten Schritt auf „Lesemodus“ umgestellt. Ein Einloggen und Erstellen/Kommentieren von Einträgen ist nicht mehr möglich. Auch die Zuordnung der Mitglieder zu den von ihnen erstellten Inhalten ist nur mehr über den jeweiligen Nickname gegeben und nicht mehr anders verknüpft. In einem zweiten Schritt werden die zum 24. Mai 2018 „eingefrorenen“ Inhalte nach drei Monaten komplett gelöscht.

Aus dem Kreis engagierter Mitglieder wurden alternative Kommunikations-Kanäle geschaffen: eine Chat-Möglichkeit, eine geschlossene Facebook-Gruppe und eine neue Alpen-Community.de. Weitere Infos und die Zugänge hierzu finden sich auch unter Community-News.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern für ihr Interesse und bitten um Verständnis für dieses Vorgehen.

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Kinder brauchen Abenteuer: ÖAV plädiert für Entwicklungsspielraum und „Mut zum Risiko“


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5 Antworten in diesem Thema

#1 _Lampi_(Gast)

_Lampi_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 01 February 2018 - 11:02

http://www.climbing....siko-53393.html



#2 _Harzer_(Gast)

_Harzer_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 04 February 2018 - 14:16

Ich glaub die Eltern brauchen mehr Mut zum Risiko.Kinder brauchen keine Hubschraubereltern die ihr Kind in Watte einpacken.



#3 _anaj_(Gast)

_anaj_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 21 February 2018 - 12:17

Mit Kindern in die Berge ist ein "Kraftakt"(von Planung, Einschätzung, Tragen usw). Bei mehreren Kinder sind diese unterschiedlich alt und leistungsstark. Dazu braucht man jedes Jahr neue Schuhe usw. Das miteinander erlebte Abenteuer ist aber toll und die Kinder bekommen einen Zugang zur Natur. Nach einigen Jahren wendet sich dann das Blatt - die "Kinder" sind die "Fitteren".

Bearbeitet von anaj, 21 February 2018 - 15:22.


#4 _Frank Steiner_(Gast)

_Frank Steiner_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 24 February 2018 - 00:20

Mit Kindern in die Berge ist ein "Kraftakt"(von Planung, Einschätzung, Tragen usw).

 

Hmm, haben wir eigentlich nie so empfunden, Ich fand schon die Vorbereitung immer sehr schoen, nach passenden Touren zu stoebern (war vor 10 Jahren noch bisschen schwieriger als heute) und konnte es dann gar nicht erwarten, die Kinder dahin mitzunehmen, wenn ich was Spannendes entdeckt hatte.

 

Allerdings sind wir oft auf kopfschuettelnde Erwachsene gestossen, die mal mehr, mal weniger laut ihren Unmut in Form von "Wie kann man mit Kindern hier langgehen? Unverantwortlich!" geaeussert haben. Auch deswegen haben wir frueh begonnen, Wege zu meiden, auf denen andere unterwegs sind. Von den Leuten, die wir irgendwo im Nichts auf den viel schwierigeren Pfaden getroffen haben, bekamen wir sowas nie zu hoeren, sondern eher Lob und Ansporn fuer die Kinder.

 

Wenn Eltern aber mit kleinen Kindern noch unsicher sind, was man denen zutrauen kann, dann sind solche Begegnungen mit Besserwissern, die am besten noch selbst nie mit Kindern unterwegs waren, natuerlich sehr einschuechternd. Da muss man schon selbstbewusst sein.

 

Und wenn irgendwo mal ein Kind in den Bergen auf einem steilen Steig verunglueckt, dann ist es egal, ob der Bergwachtler, der die Familie zurueck ins Tal begleitet, zu Protokoll gibt, dass dies ein absolut kindgeeigneter Steig ist, den er mit seinen eigenen Kindern in dem Alter auch gegangen ist. Dann schiessen sich trotzdem alle Klugscheisser auf die Eltern ein... "Wie kann man nur...". Bei dem Dutzend Erwachsenen, die jedes Jahr von z.T. einfachsten Alpensteigen abstuerzen, sagt hingegen nie einer was. Da ist das einfach Schicksal oder Pech oder unvorhersehbares Wetter etc.

 

Dabei sind Erwachsene die viel leichtsinnigeren Wanderer, weil sie immer meinen, sie haetten alles im Griff. Wenn man mit Kindern auf dem Stangensteig unterwegs ist, bespricht man mit ihnen jeden Abschnitt ganz genau, schaerft ihnen einen, an der Bergseite zu gehen, wann sie sich mit beiden Haenden festhalten sollen etc. und hat sie die ganze Zeit im Auge. Dabei konzentriert man sich als Eltern natuerlich auch viel intensiever auf den Weg und schaetzt permanent die Gefahren ab. Die Erwachsenen, die einem begegnen, gehen nebeneinander, ratschen, draengen sich aneinander vorbei oder ueberholen. Und dann sagt die Bergwacht nach dem letzten Unfall, mit Kindern solle man so einen Steig nicht gehen. Dabei sind in den letzten 50 Jahren immer nur Erwachsene dort abgestuerzt (abgesehen von dem Jugendlichen, der mit der Schulklasse dort unterwegs war). Vielleicht sollten dann besser Erwachsene den Steig nicht begehen.

 

Von daher ist so eine Aktion vielleicht wirklich hilfreich, um den Eltern, die gerne mit ihren Kindern mal Spannenderes als den Wirtschaftsweg zur Alm mit Spielplatz laufen moechten, Mut zu machen, sich mehr zu trauen. Es gibt eine Menge sehr spannende Pfade, die sehr ungefaehrlich sind und trotzdem ein grosses Abenteuer fuer Kinder sind.



#5 _anaj_(Gast)

_anaj_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 24 February 2018 - 06:02

In dem Beitrag kommt mir vieles bekannt vor. Es ist heute durch den Wanderboom/Outdoortrend und die vielen Produkte (geländegängige Kinderwagen mit Handbremse, habe ich mir früher gewünscht, Kraxen, Klettergurte usw.) für Kinder einfacher geworden, abseits von "sicheren" Wanderwegen zu gehen. Die Wanderwege bekommen eine "Bewertung" (Premium) und sie sind oft auch für Kinder zusätzlich phantasievoll gestaltet. Die Berge sind durch den "Boom" auch für Erwachsene zu einem Abenteuer"spielplatz" geworden.

Bearbeitet von anaj, 24 February 2018 - 06:10.


#6 _barbar_(Gast)

_barbar_(Gast)
  • Gäste

Geschrieben 14 April 2018 - 08:25

Hallo, in den italienisch, schweizer Regionen, Graubuenden, Bergell, Tessin u.a. der Alpen ist mir, wenn ich mit Kindern unterwegs bin eine sagen wir unpassende Anmache nie passiert, noch nicht mal an Gletschern oder um den Monte Bianco. Gerade das Gegenteil ist dort der Fall....Dort sind die Wege als solche ohnehin oft nur durch Steinmandeln erkennbar. Ich halte das in der Regel so das ich Touren oft ohne Anhang ausprobiere vor allem die extravaganten Touren um sicher zu gehen das die mir Anvertrauten auch wieder runter kommen. Allerdings lass ich die Jugend schon Ihren Weg suchen, alpinistisch und halte mich mehr im Hintergrund, ich sag meistens nicht das ich eine Tour  kenne. Ist ja eh jedesmal auch wenns zum hundertsten mal ist eine Bergtour eben und die verlangt Verantwortungsbewusstsein. Noch eine Erinnerung an meine Kindheit im zarten Alter von 4,5 oder sechs Jahren so genau bring ichs nicht hin. Mein Vater und ich gingen immer die scharfe Variante eines Berges, die anderen der Familie gingen indessen in der Regel die leichte Variante aussen rum zum spaeteren Treffpunkt. Einmal hab ich den Vater damals gefragt was denn sei wenn man da Runterfaellt, eine senkrechte mit mindestens na ja hundert oder mehr Meter, reichen ja auch 60 grad. Er antwortete, dann waeren die Oberschenkel im Kopf.... Ich habs verstanden und eigentlich eh schon gewusst, aber im Zusammenhang der Dreipunktmethode beim klettern, es sucht immer nur eine Hand oder ein Fuss den naechsten halt, alle anderen verbleiben sicher gings immer gut. Allerdings muessen die Erwachsenen schon vor einer Tour merken und wissen wann die Jungen und Maedchen unsicher werden, es gibt schliesslich verschiedene Temperamente und Faehigkeiten unter uns. Heute wuerde man solche Stellen die damals in meiner Kindheit solo geklettert wurden nur mit perfekter Sicherung gehen. Bleibt mir noch der Gedanke das ich die Freude am bergeln des Nachwuchses nicht aufs Spiel setze durch Ueberforderung oder unpassende Einschraenkung der einzelnen Persoenlichkeiten. Gute Zeit