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wald


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6 Antworten in diesem Thema

#1 anaj

anaj

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Geschrieben 12 April 2018 - 11:32

In den Wäldern wird mittlerweile mit Vollerntern (Harvester) gearbeitet, bei uns wurde nach einem Tornado in kurzer Zeit der Wald "aufgeräumt". Die Waldwege werden zum Abtransport zu "Strassen" planiert oder unbegehbar.
Die Forstwirtschaft ist profitorientiert, Nationalparks oder Urwald gibt es in Deutschland unter 1 %.
https://www1.wdr.de/...europa-100.html

Bearbeitet von anaj, 12 April 2018 - 11:33.


#2 Christian/Ro.

Christian/Ro.

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Geschrieben 17 April 2018 - 11:56

Der Nationalpark Bayrischer Wald wurde vor einiger Zeit ja nach Norden erweitert.

 

Allerdings heisst das nicht, dass dort nicht mit dem Harvester geerntet wurde:

 

Hier ein Luftbild:

 

https://v.bayern.de/PkWL8

 

Einen "Urwald" findest du dort erst wieder in 30/ 40 Jahren


Bearbeitet von Christian/Ro., 17 April 2018 - 11:59.


#3 anaj

anaj

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Geschrieben 18 April 2018 - 08:23

In Polen wurde im Urwald Bialowieza die Rodung durch den Europäischen Gerichtshof gestoppt.
Das ist ein Erfolg, wenn man sich allerdings in deutschen Wäldern umsieht und wie dort wertvoller Baumbestand "geerntet" wird ist das ökölogisch verheerend und nicht nachhaltig.

Bearbeitet von anaj, 18 April 2018 - 08:24.


#4 Lampi

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Geschrieben 19 April 2018 - 14:06

wenn man sich allerdings in deutschen Wäldern umsieht und wie dort wertvoller Baumbestand "geerntet" wird ist das ökölogisch verheerend und nicht nachhaltig.

Warum? Die meisten deutschen Forste sind ohnehin künstlich angelegt. Die Rodung der Urwälder liegt schon Jahrhunderte zurück. Mit dem Urwald Bialowieza vergleichbar ist nur ein kleiner Teil des Bayrischen Waldes. Dieser wird m.W. nicht genutzt.


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#5 anaj

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Geschrieben 19 April 2018 - 18:01

Du sagst es : "kleiner Teil.." Warum wird dieser "kleine Teil" nicht vergrössert? Der ökologische Wert eines Waldes, je älter und ursprünglicher,ist immens. Mir ist es letztes Jahr erst klar geworden, wie verschwindend gering in Deutschland der "Urwald" ist, als ich mit einem Ranger vom Nationalpark Kellerwald gesprochen habe. Er verwies auf die Karpaten, dort wäre ein grösserer Bestand. Aus wirschaftlichen Aspekten wird die Ausweitung in D nicht gewünscht. Ich fragte den Ranger, ob er Peter Wohllebens Buch "das geheime Leben der Bäume" kenne, er sagte ja, unter Forstwirten wäre es allerdings nicht gut angesehen. Hast Du dir mal nach einem Harvesterernteeinsatz den Boden angesehen? Es gibt mittlerweile Förster die arbeiten/holzrücken deswegen mit Pferden.
https://www.greenpea...mehr-waldschutz
https://www.bund.net/waelder/
Ein kleine Auswahl an links
ein link zu Nationalwald Kellerwald und Karpaten
https://www.national...etten/karpaten/

Bearbeitet von anaj, 25 April 2018 - 13:19.


#6 Lampi

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Geschrieben 20 April 2018 - 11:07

Gerückt wird schon länger mit Pferden, weil sonst an den anderen Bäumen zu viel Schaden angerichtet wird.

Der Boden sieht nach dem Einsatz eines Harvesters "verwüstet" aus. Das Aussehen allein ist allerdings kein Indikator für die ökologischen Schäden. Die sind nur bei großflächiger Verdichtung offensichtlich.

 

Weil die Bäume gleich am Ort entastet und evtl. entrindet werden, bleibt jedenfalls genug Material zum Verrotten.

 

Übrigens sind wir hier in einem Bergforum. Bergwald ist i.d.R. zu steil für einen Harvestereinsatz.


Bearbeitet von Lampi, 20 April 2018 - 11:11.

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#7 anaj

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Geschrieben 20 April 2018 - 20:37

Der Bergwald wo der Mensch wenig eingreift (eingreifen kann) ist beeindruckend.

http://www.daserste....-druck-100.html
Zu den ökologischen Auswirkungen von Harvestern
Der Einsatz ist kostensparender, ökologisch schädigend und wegen der Nachfrage nach Biomasse werden mittlerweile ganze Baumkronen gehäckselt und verwertet.

Bearbeitet von anaj, 21 April 2018 - 04:16.